• Steven

Tasting Notes Starward Two Fold

Aktualisiert: Sept 23

An Tagen wie diesen ... dies ist nicht nur ein unglaublich erfolgreicher Song der Toten Hosen aus dem Jahr 2012, den ich auf Lebzeiten mit der Hochzeit meiner besten Freunde verbinde,

sondern Tage wie diese - meteorologisch eigentlich schon im Herbst angesiedelt, aber das Thermometer schreit laut Spätsommer - solche Tage verlangen nach einem leichten Sommer Whisky!

Und so einer mischt gerade die Whisky-Welt auf. Über den deutschen Vertrieb Kirsch Import haben es zwei Abfüllungen der australischen New World Whisky Distillery aus Melbourne nach Deutschland geschafft.

Die Rede ist von Starward Two Fold und Starward Nova.

Die junge Brennerei setzt nach eigenen Angaben für ihre Rohstoffe ausschließlich auf Zulieferer, die maximal eine Tagesfahrt entfernt sind und auf leicht verkohlte oder gedämpfte Rotweinfässer renommierter Weingüter Australiens, wie Ex-Shiraz-, Ex-Cabernet- und Ex-Pinot-Red-Wine-Casks.

Wir packen unseren Koffer in Form eines Glencairn Glases für eine geschmackliche Entdeckungstour in die neue Whisky-Welt Australiens und befüllen ihn mit dem günstigeren der beiden Tropfen, den Starward Two Fold.

Dieser Whisky ist ein sogenannter Double Grain Whisky, da hierbei ein aus Weizen und ein anderer aus Gerstenmalz gewonnener Whisky nach jeweiliger Reifung in ehemaligen Rotweinfässern vermählt werden.

Der Start ist bereits von einer Süße geprägt, die irgendwie an sherryfassgereifte Whiskys erinnert. Hintendran folgen Düfte von Orangen, Ananas und Teegebäck. Das ganze allerdings ohne viel Nachdruck, was sicherlich der „Leichtigkeit“ der 40 Vol.% geschuldet ist.

Was beim ersten Schluck auffällt, ist, dass die Süße um einiges weniger dominant ist, als in der Nase. Es entstehen eher Assoziationen mit Milchschokolade, da der Two Fold eine gewisse Öligkeit aufweist, die einem dieses gewisse Schmelzgefühl guter Schokolade in Erinnerung ruft.

Trotz seiner Jugend weist er keine Bitterkeit oder andere metallische Fehlnoten auf. Leider aber auch kaum weitere geschmackliche Facetten. Das Spektrum spielt viel an der Oberfläche der Genüsse. Er kommt sehr vielversprechend daher und könnte mit höherem Alter sicherlich noch mehr Potential nach oben haben.

Beim erneuten Riechen verschwinden die Zitrusfrüchte mehr und mehr, dafür werden die süßen Noten noch präsenter. Von Karamell über Sahnebonbons bis hin zu Zuckerkuchen schweifen jetzt meine Geschmacksknospen.

Die Süße rückt nun beim zweiten Schluck etwas mehr in den Vordergrund, bleibt aber dennoch weiterhin verhalten. Was am längsten im Mund bleibt, ist die ölige Textur.

Somit ist der Abgang des Starward Two Fold angenehm, unkompliziert, aber leider für mich etwas zu kurz.

Blind verkostet, muss ich gestehen, hätte ich den Grain wahrscheinlich eher als Malt oder Blend eingeschätzt. Das No Age Statement lässt bereits eine Jugendlichkeit erahnen, die sich aber wie erwähnt nicht durch Fehlnoten, sondern mehr durch die überschaubare Performance bestätigt.

Ob ein höherer Alkoholgehalt ihm gut tun würde?! Man kann nur spekulieren...

Auf jeden Fall hat ihm der Einfluss der Rotweinfässer gut getan!

Abschließend bleibt zu sagen, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis mit knapp 35,- EUR noch akzeptabel ist.


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