ALDI SÜD Single Cask Whisky – Seud Na H-Alba Strathmill 11 Jahre 2009/2020

Aktualisiert: Mai 2


Auch dieses Jahr pünktlich vorm Osterfest bringt Aldi Süd wieder einen Single Cask Whisky als Exklusivabfüllung unter dem Label Seud Na H-Alba heraus. In diesem Jahr einen 11-jährigen aus der Speyside-Destillerie Strathmill.

Für den Import und die Auswahl der Fässer arbeitete man, laut Label, mit der österreichischen Firma Gillespie & Partners zusammen, die u.a. Importeur von Morrison & Mackay Ltd. (u.a. CÀRN MÒR, C&S Dram) sowie Meadowside Blending Ltd. (u.a. The Maltman) sind.

Die Strathmill Distillery liegt inmitten der schottischen Speyside nahe dem Ort Keith. Die Destillerie gehört zum schottischen Whisky-Konzern Diageo (u.a. Talisker, Lagavulin, Cardhu). Der New Make wird zum größten Teil in Ex-Bourbon-Fässern gelagert und von der nahe gelegenen Brennerei Auchroisk in die Fässer gefüllt. Von Strathmill werden selten Fässer als Single Malt abgefüllt, der Hauptteil wird in Blends der Marke J&B verwendet. Jedoch ist Strathmill ein durchaus beliebter Whisky bei unabhängigen Abfüllern und kommt hin und wieder als Single Malt oder wie hier sogar als Single Cask auf den Markt.

Jetzt zur Abfüllung von Aldi Süd: Der erste Eindruck von Verpackung etc. ist recht ansprechend. Beim Preis von knapp 40,- EUR wird der Whisky in einer Pappdose verkauft, was bei dem Preis nicht selbstverständlich ist. Der Whisky ist nicht kühlfiltriert und nicht gefärbt, was sich auch in der Farbe des Whiskys wiederspiegelt. Er ist relativ hell, was darauf schließen lässt, dass hier auf jeden Fall Ex-Bourbon-Fässer zur Reifung verwendet wurden und wahrscheinlich keine First-Fill-Fässer von eben diesen. Destilliert wurde der Gerstenmalzbrand im Januar 2009 und abgefüllt im Januar 2020, lagerte also exakt 11 Jahre in den angegebenen Hogshead-Fässern.


Im Glas ist der Whisky dann doch recht blass und erinnert an Weißwein, aber nach dem Schwenken des Glases bilden sich schöne lange Schlieren an der Glaswand.


Jetzt kommen wir zum wichtigsten Teil – der Verkostung:


Nase: In der Nase kommt er schon eher verhalten daher. Er braucht eine Weile bis sich die Aromen entfalten. Als erstes bekommt man gleich eine Portion Honigsüße in die Nase, die sich sogleich mit Malzgeruch vermischt. Bei längerem „Schnüffeln“ entdeckt man noch schöne florale Noten sowie eine Fruchtigkeit, die in Richtung Apfel gehen könnte. Auch leichte Zitrusnoten kommen hinzu. Angenehm ist auch, dass wenig Alkoholisches in der Nase zu spüren ist. Im Großen und Ganzen erstmal ansprechend, wenn auch keine Aromabombe. Dieser Whisky benötigt Zeit im Glas, um sich zu entfalten.


Geschmack: Sofort beim ersten Schluck kommt der über allem stehende Honiggeschmack durch. Wirklich lecker. Leichte Vanillesüße und ein Geschmack nach gezuckerten Dosenfrüchten kommt hinzu. Alles in allem ein sehr frischer Whisky. Der Alkoholgehalt ist meines Erachtens sehr gut abgestimmt, denn es kommt wenig Alkoholschärfe durch. Es macht durchaus Spaß den Whisky lange im Mund zu behalten. Ein süffiger Tropfen.


Abgang: Lang. Und wieder ordentlich Honig dabei. Ganz am Ende ist er etwas trocken und ein wenig Eichenbitterkeit kommt durch. Der Honig bleibt lang im Mund.


Fazit: Ein gefährlich süffiger Whisky, der zu gefallen weiß. Schön ausbalanciert und die Honigsüße hinterlässt schon einen Eindruck. Für Fans von reinen Ex-Bourbon-Fass-Whiskys ist er auf jeden Fall uneingeschränkt empfehlenswert. Die Sherry-Heads könnten aber durchaus auch ihre Freude damit haben. Beim Preis von 39,99 EUR kann man hier eigentlich nichts verkehrt machen und man muss sagen, dass auch Aldi einen guten Single-Cask-Whisky auf den Markt bringen kann.


Weitere Notes zum Whisky:

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