Hibiki Harmony – Japanischer Premium-Blend


Wieder mal verkosten wir einen Whisky aus Asien. Diesmal verschlägt es uns auf der Weltkarte nach Japan und wir haben uns den Hibiki Harmony von Beam Suntory etwas genauer angesehen bzw. natürlich auch verkostet. Diesen Whisky gibt es jetzt schon einige Jahre. Trotzdem finden wir, dass er mal wieder in den Fokus gerückt werden sollte, da er nicht gerade günstig ist und einige Whiskyfreunde vielleicht erst einmal eine unabhängige Bewertung dazu lesen möchten, bevor man sich diesen Tropfen zulegt.

Japanischer Whisky erlebte in den letzten Jahren einen wahnsinnigen Boom. Auf Grund der hohen Nachfrage und dem daraus resultierendem Mangel an länger gereiften Destillaten, verzichten bereits viele Abfüller teilweise auf Altersangaben bei ihren Abfüllungen und bringen überwiegend NAS*-Whiskys auf den Markt. Auch die Preise für japanische Whiskys sind dadurch in den letzten Jahren massiv in die Höhe gegangen. Für beide Entwicklungen steht der Hibiki sinnbildlich. Vor 5 Jahren noch konnte man den Hibiki Harmony für ca. 50,- EUR im gut sortierten Supermarkt kaufen. Heute gibt es ihn nur noch im Fachhandel und der Preis ist mit ca. 80,- EUR deutlich gestiegen. Ob er seinen Preis wert ist, werden wir am Ende im Gesamtfazit auswerten.



Wie schon erwähnt, kommt der Blend Hibiki Harmony von Beam Suntory. Er vereint dabei Malts und Grains aus allen 3 japanischen Suntory-Destillerien – Yamazaki, Hakushu und die nur Grain produzierende Chita-Destille.

Schon das Flaschendesign ist sehr auffällig. In der runden Flasche gibt es 24 Vertiefungen, die jeweils für eine Stunde des Tages sowie für jeden Monat des japanischen Mondkalenders stehen. Auch das Etikett ist aus handgeschöpftem Echizen-Papier. Im Verschluss, welcher einen Korken mit Glasoberseite beinhaltet, ist im Glasteil das japanische Symbol für Harmonie eingeätzt. Beim Design hat Beam Suntory sehr großen Wert auf die Details gelegt. Diese Flasche ist großartig gestaltet und ein absoluter Hingucker.


Widmen wir uns nun dem wichtigsten und schönsten Teil – der Verkostung.

Der Harmony ist mit 43% abgefüllt, so dass bei der Verkostung gänzlich auf Wasser verzichtet wurde.


Nase: Sehr angenehm. Nicht aufdringlich, fast ein wenig flach. Einige Fruchtnoten und etwas Bourbon-Einfluss spürbar.


Geschmack: Man findet ein wenig würzige Noten, Vanille und ein Süße, die sich nicht so recht zuordnen lassen will. Sehr angenehm im Mund. Für einen Blend nicht sonderlich komplex. Fruchtige Noten kommen nach und nach auch noch hinzu. Er ist gut ausbalanciert, nichts steht hier zu sehr im Vordergrund.


Abgang: Mittellanger Abgang der nochmal Würze und etwas Frucht bringt.


Fazit: Man muss sagen, dass die Aufmachung des Whiskys schon sehr zum Kauf anregt. Geschmacklich ist es sicher ein guter Vertreter seiner Art, überzeugt jedoch nicht auf ganzer Linie. Für mich ist er eher ein Daily Dram, den man gut mal zum Ausklang des Abends trinken kann. Ob man nun für seinen Daily Dram 80,- EUR ausgeben möchte, muss jeder für sich selbst entscheiden. Für dieses Geld bekommt man meines Erachtens sicher noch bessere Whiskys. Aber diese Einschätzung ist wie immer reine Geschmackssache.


*NAS – No-Age-Statement – ohne Altersangabe


Weitere Notes zum Whisky:

Notes von whisky-helden.de

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